Museumsbeiwagen 250 - Baujahr 1939
Technische Daten
| Hersteller: | Waggonfabrik Uerdingen |
| elektr. Ausstattung: | AEG |
| Baujahr: | 1939 |
| Länge: | 9700 mm |
| Breite: | 2100 mm |
| Höhe: | 3270 mm |
| Leergewicht: | 5,9 t |
| Fahrzeugstatus: | Im Einsatz |
| letzte Hauptuntersuchung*: | 12.03.2019 *HU ist immer 8 Jahre |
| Fahrzeugbesitzer: | BSVG Braunschweiger Verkehrs-GmbH |
Der Bw 250 ist kein echter Braunschweiger. Er wurde im Jahr 1939 als Bw 62 von der Waggonfabrik Uerdingen als einer von 15 Beiwagen für die Straßenbahn in Kiel gebaut.
Während ein Großteil dieser Serie in den 60er Jahren für den Einsatz hinter den Gelenkwagen zu Einrichtungswagen umgebaut wurde, blieb der Bw 62 im Originalzustand und wurde im Jahr 1976 zusammen mit dem Zweiachser-Tw 198 von 1951 Teil der „Asmus-Bremer-Umschlag-Bahn“. Während des Kieler Umschlags, einem jährlichen Volksfest, wurden mit diesem Zug Rundfahrten angeboten. Der Zug besaß eine grüne Lackierung und im inneren Gardinen sowie eine Musikanlage. Er wurde auch als Partybahn vermietet und war bei den Kielern durchaus beliebt.
Kurz vor der Einstellung der Kieler Straßenbahn im Jahr 1985 wurde der gesamte Zug im November 1984 von der Braunschweiger Verkehrs-AG übernommen, wobei der Tw 198 verschrottet wurde. Aus dem Bw 62 wurde der historische Bw 2, der äußerlich an den Tw 1 angepasst wurde. Dieser ist seit jeher sein fester Partner im historischen Fuhrpark.
Im Jahr 1988 erhielt der Zug eine Fantasielackierung in Grau und Rot, die bei Straßenbahnfreunden jedoch keinen wirklichen Anklang fand, so dass der Zug im Jahr 2001 wieder in seine ursprünglichen Lackierung in beige mit grünen Zierstreifen umlackiert wurde. Gleichzeitig erhielt der Wagen die Wagennumer 250, in Anlehnung an die Bw 251-289, die in den 1920er Jahren nach Braunschweig kamen und das Stadtbild lange Zeit prägten.
Der Zug aus Tw 113 und Bw 250 stellt den klassischen Straßenbahnzug aus der Mitte des 20. Jahrhunderts dar, ist bei Jung und Alt sehr beliebt und deshalb häufig zu privaten oder öffentlichen Sonderfahrten im Stadtbild anzutreffen, sowohl mit als auch ohne Beiwagen.
